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Wenn Trauma den Alltag bestimmt: Wege aus der Belastung
Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen erleben häufig, wie vergangene Erlebnisse ihr gegenwärtiges Leben einschränken. Flashbacks, Vermeidungsverhalten oder anhaltende innere Anspannung können den Alltag dominieren und berufliche wie private Beziehungen belasten. In solchen Situationen bietet ein tiergestütztes Retreat einen geschützten Rahmen für intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Themen.
Ein Tiergestütztes Therapie Retreat verbindet professionelle therapeutische Begleitung mit der natürlichen Wirkung von Tieren als Co-Therapeuten. Auf dem Therapiehof Hohenrode werden speziell Islandpferde in die therapeutische Arbeit einbezogen. Diese Tiere reagieren unmittelbar auf menschliche Emotionen und Körpersprache – ohne zu bewerten.
Gerade bei Traumafolgestörungen ermöglicht diese vorurteilsfreie Begegnung neue Erfahrungen von Sicherheit und Selbstwirksamkeit. Die tiergestützte Einzelbegleitung über mehrere Tage hinweg schafft Kontinuität und Vertiefung. Durch die intensive Begleitung entsteht Raum für nachhaltige Veränderungsprozesse. Die Tier-Mensch-Begegnung bei Trauma öffnet Zugänge zu emotionalen Themen, die verbal oft schwer erreichbar sind. Embodiment – die Verbindung von körperlicher Wahrnehmung und psychischer Verarbeitung – bildet dabei einen zentralen Baustein der Traumaarbeit mit Tieren.
Seit 2016 begleitet Diplom-Psychologe und Traumatherapeut Berthold Schaaf auf dem Therapiehof Hohenrode Menschen auf diesem Weg. Die ruhige Lage im Weserbergland unterstützt den Prozess der Resilienzförderung und persönlichen Stabilisierung.
„Traurig, kraftlos und ziemlich durcheinander bin ich zu dir gekommen… mit ganz viel Herzlichkeit und Kompetenz hast du mir Mut gemacht, hast mir neue Impulse und Kraft gegeben. Danke“
Sabine, Chemnitz
Was ein tiergestütztes Retreat für Ihre Traumaverarbeitung leistet

Die therapeutische Arbeit mit Pferden ermöglicht Zugänge zur Verarbeitung belastender Erlebnisse, die über klassische gesprächsbasierte Therapie hinausgehen. Vier zentrale Wirkfaktoren prägen die pferdegestützte Traumaarbeit in Hohenrode.
- Körperorientierte Regulation durch tiergestützte Einzelbegleitung — In der tiergestützten Einzelbegleitung lernen Sie über die Begegnung mit den Islandpferden, körperliche Stressreaktionen wahrzunehmen und zu regulieren. Das Pferd spiegelt Ihre innere Anspannung unmittelbar – ohne Bewertung. Zudemfindet durch die Pferde über die Aktivierung des ventralen Vagus eine Co-Regulation statt, die die Selbstregulation bei posttraumatischer Belastung fördert.
- Mehrtägige Intensität statt wöchentlicher Einzelstunden — Ein tiergestütztes Retreat ermöglicht durch die tägliche therapeutische Arbeit eine Kontinuität, die ambulante Termine nicht bieten können. Sie bleiben über mehrere Tage vor Ort, arbeiten an aufeinanderfolgenden Tagen mit denselben Co-Therapeuten und vertiefen so Veränderungsprozesse, ohne durch Alltagsunterbrechungen ausgebremst zu werden.
- Embodiment-Arbeit für fragmentierte Traumaerinnerungen — Traumatische Erfahrungen werden oft körperlich gespeichert, bleiben sprachlich schwer zugänglich. Die Bewegung mit und um das Pferd, Berührung, Führungsübungen oder einfaches Beisammensein schaffen einen körperlichen Zugang zu diesen fragmentierten Erinnerungen – ein zentraler Baustein der tiergestützten Heilung nach komplexen Belastungserfahrungen.
- Geschützter Rahmen in Alleinlage über der Weser — Die Hofstelle in ruhiger Naturumgebung bietet den notwendigen Rückzugsraum für eine intensive Auseinandersetzung mit belastenden Themen. Keine Hotellobby, keine Gruppentherapie mit fremden Mitpatienten – stattdessen 80.000 Quadratmeter Land, auf dem Sie und die Pferde ungestört arbeiten können. Diese räumliche Abgeschiedenheit unterstützt die Konzentration auf Ihren inneren Prozess.

Fachliche Grundlagen der Traumabegleitung mit Pferden
- Die Arbeit mit Pferden als Co-Therapeuten in der Traumabegleitung basiert auf einem integrativen Ansatz, der psychologische Methoden mit körperzentrierten Verfahren verbindet. Auf dem Therapiehof Hohenrode wird dieser Prozess durch einen Diplom-Psychologen und Traumatherapeuten seit über zehn Jahren geleitet. Im Rahmen eines tiergestützten Retreats entstehen therapeutische Situationen, in denen Betroffene über die Begegnung mit Islandpferden Zugang zu nicht bewussten Mustern und Traumareaktionen erhalten. Anders als in klassischen Gesprächssettings ermöglicht die tiergestützte Einzelbegleitung ein Lernen über den Körper: Die Pferde spiegeln emotionale Zustände wider und reagieren unmittelbar auf Körperspannung, Atmung und innere Haltung. Diese Rückmeldung erfolgt wertfrei und schafft einen geschützten Raum, um intensiv an der Auflösung der Traumafolgen zu arbeiten. Die tiergestützte Traumaarbeit orientiert sich dabei an der Polyvagaltheorie und berücksichtigt das Konzept des guten Grundes: Heutige Symptome werden als ehemals sinnvolle Schutzstrategien verstanden. Durch mehrtägige Intensivbegleitung in ruhiger Naturumgebung können Klientinnen und Klienten neue Erfahrungen von Sicherheit, Selbstwirksamkeit und emotionaler Regulation entwickeln. Ein tiergestütztes Retreat bietet damit nicht nur eine Auszeit, sondern einen strukturierten therapeutischen Rahmen zur nachhaltigen Stabilisierung nach belastenden Lebensereignissen.

Warum Klienten auf unsere Arbeit vertrauen
Professionelle Traumabegleitung mit transparenten Strukturen und individueller Einzelbetreuung
Neurobiologische Wirkmechanismen in der tiergestützten Traumaarbeit
Die therapeutische Wirksamkeit eines tiergestützten Retreats mit Fokus auf Traumaverarbeitung beruht auf nachweisbaren neurobiologischen Prozessen. Pferde verfügen über eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Spiegelung menschlicher Emotionszustände und reagieren unmittelbar auf kleinste Veränderungen in Körperhaltung, Atmung und Muskeltonus. Dies hilft bei der Bewusstmachung nicht bewusster emotionaler Zustände. Zudemaktivieren die Pferde bei Betroffenen mit Traumafolgestörungen gezielt das ventrale vagale System – jenen Teil des autonomen Nervensystems, der für soziale Verbundenheit und Sicherheitsempfinden zuständig ist. Anders als im klassischen Gesprächssetting ermöglicht die tiergestützte Einzelbegleitung einen körperorientierten Zugang: Klientinnen und Klienten lernen durch die Tier-Mensch-Begegnung, Stressreaktionen im Moment wahrzunehmen und zu regulieren. In einem tiergestützten Therapie-Retreat mit mehrtägiger Intensität entsteht zudem ein geschützter Rahmen, in dem sich Abwehrmuster schrittweise auflösen können. Das Pferd als Co-Therapeut fordert keine Erklärungen, sondern bietet durch seine Präsenz eine Form von bedingungsloser Resonanz. Dieser Ansatz der tiergestützten Traumaarbeit integriert Erkenntnisse aus der Polyvagaltheorie und dem Embodiment-Konzept: Heilung durch Tiere geschieht nicht über kognitive Einsicht, sondern über somatische Erfahrung und die Wiederherstellung eines verlorenen Sicherheitsgefühls im eigenen Körper.
Häufig gestellte Fragen zu unserem tiergestützten Therapie-Retreat
Für wen eignet sich ein tiergestütztes Retreat in Hohenrode konkret?
Das tiergestützte Retreat richtet sich an Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung, komplexen Traumafolgestörungen, Depressionen, Angststörungen oder Burnout. Besonders profitieren Personen, die im Alltag durch Symptome wie Panikattacken, emotionale Blockaden oder zwischenmenschliche Schwierigkeiten eingeschränkt sind. Die Intensivbegleitung ist auch geeignet für Menschen in beruflichen oder privaten Umbruchphasen, die mehr Klarheit und Selbstwirksamkeit entwickeln möchten. Voraussetzung ist die Bereitschaft zur mehrtägigen Einzelarbeit in einem geschützten Rahmen.
Wie lange dauert ein tiergestütztes Retreat und was passiert währenddessen?
Ein Retreat mit Tieren auf dem Therapiehof dauert in der Regel zwischen drei und fünf Tagen, abhängig vom individuellen Bedarf und Art/Schwere der Symptomatik. Täglich finden mehrere Therapieeinheiten statt, die pferdegestützte Traumatherapie, Gespräche mit dem Diplom-Psychologen und körperorientierte Methoden verbinden. Die Islandpferde fungieren dabei als Co-Therapeuten und ermöglichen nonverbale Zugänge zu belastenden Emotionen. Klienten wohnen während dieser Zeit auf dem Hof, was kontinuierliche Verarbeitungsprozesse und eine Abkehr vom belasteten Alltag ermöglicht. Jeder Tag folgt einem strukturierten, aber flexiblen Therapieplan.
Was kostet die tiergestützte Einzelbegleitung und wie wird abgerechnet?
Die Kosten für ein tiergestütztes Therapie-Retreat setzen sich aus drei Komponenten zusammen: der therapeutischen Begleitung durch den Diplom-Psychologen, der pferdegestützten Therapiearbeit und der Unterkunft mit Verpflegung. Ein dreitägiges Intensiv-Retreat beginnt bei circa 1.290 Euro, längere Aufenthalte werden anteilig berechnet. Krankenkassen, auch private Krankenversicherungen, übernehmen die therapeutischen Leistungen in der Regel nicht. Vor Beginn erstellen wir einen verbindlichen Kostenvoranschlag, der alle Elemente transparent aufschlüsselt.
Warum gerade Pferde als Begleiter bei der Traumaverarbeitung?
Pferde reagieren unmittelbar auf körperliche und emotionale Signale, die Menschen oft unbewusst aussenden. Diese Spiegelfunktion macht traumatische Muster sichtbar, ohne dass Klienten diese verbal beschreiben müssen – ein entscheidender Vorteil bei Traumafolgestörungen, bei denen Sprache oft nicht ausreicht. Pferde arbeiten auf der neurobiologischen Ebene des autonomen Nervensystems und ermöglichen über den ventralen Vagusnerv Erfahrungen von Sicherheit und Co-Regulation. Im Rahmen eines Tiere-und-Trauma-Retreats entsteht durch den direkten Kontakt ein Embodiment-Prozess: Körperliche Selbstwahrnehmung und emotionale Regulationsfähigkeit werden trainiert, was nachhaltig Resilienz aufbaut.
Wie kann ich sicher sein, dass die Methode bei mir wirkt?
Die Wirksamkeit tiergestützter Traumatherapie ist durch neurobiologische Forschung zur Polyvagaltheorie und klinische Studien belegt. Entscheidend ist die Kombination aus lösungsfokussierten systemischen Ansätzen, körperorientierter Arbeit und der Co-Therapeuten-Funktion der Pferde. Der Therapeut Berthold Schaaf verfügt über 10 Jahre Erfahrung in der pferdegestützten Traumaarbeit auf dem Therapiehof Hohenrode und über fundierte Qualifikationen in Psychotherapie und Traumabegleitung. Vor Beginn eines tiergestützten Therapie-Retreats findet ein ausführliches Erstgespräch statt, in dem Ihre individuelle Situation, bisherige Therapieerfahrungen und realistische Veränderungsziele besprochen werden.
Was passiert nach dem Retreat – gibt es Nachbetreuung?
Es besteht die Möglichkeit regelmäßiger Nachgespräche per Telefon oder Videocall, um Herausforderungen im Alltag zu begleiten. Viele Klienten nutzen ambulante Folgetermine auf dem Therapiehof oder buchen nach einigen Monaten ein weiteres kürzeres Retreat zur Vertiefung. Die Nachbetreuung ist modular gestaltbar: von einzelnen Coaching-Sitzungen bis zu kontinuierlicher therapeutischer Begleitung. Ziel ist, dass Sie die erlernten Regulationsstrategien und Erkenntnisse langfristig eigenständig anwenden können.
Bereit für den ersten Schritt zur Veränderung?
Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch. Wir nehmen uns Zeit, Ihre individuelle Situation zu besprechen und gemeinsam zu klären, ob ein tiergestütztes Retreat der richtige Weg für Sie ist. Kontaktieren Sie uns – wir melden uns innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen zurück.